Rückblick auf Ostern

Der Gottesdienst am Palmsonntag war heuer besonders anschaulich – anstelle der üblichen Verlesung
der Passionsgeschichte wurde sie heuer szenisch dargestellt. Beginnend mit dem Einzug der jubelnden Menge über den Kirchenplatz war die Leidensgeschichte in die Messe eingebunden. Die Wandlung war daher auch ein besonders erlebbares letztes Abendmahl. Alle Elemente waren musikalisch begleitet von Teilen aus den Requien von J. Brahms und W.A. Mozart. Nach der Kreuzigung und dem Tod Jesu zogen die Darsteller in Stille aus und ließen uns das Erlebte nachwirken. Pfarrer Herbert Morgenbesser studierte diese Aufführung mit den Ministranten und weiteren Pfarrangehörigen ein, auch das „Drehbuch“ (die Auswahl der Textstellen und Musikstücke) entstammt seiner Feder – Bravo! Die Technik übernahmen Christian Tauchner und Michael Bauer. Beim anschließenden Pfarrcafé wurde ausgiebig nachbesprochen und gelobt – wir freuen uns auf eine Wiederholung.

Durch die Kartage begleitete uns heuer Pfarrer Herbert.
Am Gründonnerstag feierten wir gemeinsam das letzte Abendmahl mit Ölbergandacht. Wie gewohnt gab es auch heuer kleine Brote, die zum Teilen einluden, an den Ausgängen. Die großzügigen Spenden der Kirchberger beim Opfergang wurden heuer dazu verwendet, in Kirchberg Gutes zu tun, und kamen einer Familie mit akutem Bedarf zugute. Die Stille am Karfreitag ist eines seiner „Markenzeichen“, so begann und endete er in Stille. Die Lesung der Leidensgeschichte, die Kreuzenthüllung, die Kreuzverehrung und die großen Fürbitten fokussierten uns dann auf die zentralen Geschehnisse.

So wie der Karfreitag auf der Stille aufsetzt, so setzt die Feier der Osternacht auf der Finsternis auf. Der Beginn im Dunkeln mit den alttestamentlichen Lesungen bis zur Lichtfeier zeigt, wie sehr uns im Auferstandenen „ein Licht aufgeht“. Mit dem Einzug der neuen Osterkerze und dem Exsultet (heuer gesungen von Mia Beirer und Valentina Haider) erhellte sich die Kirche und auch die Glocken verdeutlichten den Kontrast zum Karfreitag. Es folgten die Erneuerung des Taufversprechens und die Eucharistie, bis zum Abschluss der Musikverein die Prozession eröffnete. Nach der Speisensegnung am Kirchenplatz wurden noch so manche Ostereier „ gepeckt“ und verspeist. Den Festgottesdienst am Ostersonntag feierte Pfarrer Franz Ochenbauer mit uns. Musikalisch umrahmt wurde er von der Missa „Allegro vivo“ – komponiert von Andreas Ehrenhöfer. Auch hier ein Dankeschön allen, die zum Gelingen der zahlreichen Gottesdienste und Veranstaltungen in dieser zentralen Woche des Kirchenjahres beigetragen haben. So geht miteinander!

„Christus das Licht!“ – Gedanken zur Osterkerze
Mit diesen Worten zieht in der Osternacht der Priester oder der Diakon mit der Osterkerze in die dunkle Kirche ein. Sie symbolisiert die Auferstehung Jesu Christi, den Sieger über den Tod. Anschließend wird das feierliche Osterlob, das Exsultet, gesungen. Es ist ein besonderer Augenblick. Das ganze Jahr begleitet uns die Osterkerze an den Sonn- und Feiertagen, bei kirchlichen Feiern, von der Taufe eines Kindes bis zum letzten Weg eines Menschen. Heuer im „Heiligen Jahr“ ist das Motiv „Pilger der Hoffnung“ auf der aktuellen Osterkerze dargestellt.

Kinder-Wort-Gottes-Dienst
Gemeinsam mit euch haben wir in der Fastenzeit einen Osterstrauch gestaltet. Auch in der Karwoche habt ihr mit uns den Tod und die Auferstehung Jesu gefeiert. Wir freuen uns, dass so viele mit uns mitgefeiert haben.